UMZUGSSTRESS

Anfang August. Die Klausurenphase des vorletzen Semesters ist vorbei. Die Klausuren sind geschrieben und die Hausarbeiten abgegeben. Zwei Wochen Urlaub stehen vor der Tür, bevor auch schon wieder das nächste Semester anläuft. Das letzte vor unserer Weltreise. Entspannung? Pustekuchen! Uns erwartet der absolute Umzugsstress!

Wir haben unsere Wohnung per Ende August gekündigt und somit stehen trotz 30 °C erst einmal die Umzugsvorbereitungen, statt Entspannung und Sonnetanken, an. Zudem hat Janine Geburtstag und wir wollen sowohl den Geburtstag als auch unseren Auszug und die finale Vorbereitungsphase der Weltreise mit Freunden feiern. Somit haben wir für die Vorbereitung des Umzugs und der Gartenparty eine Woche Zeit. Parallel laufen die Vorbereitungen für unsere Bachelorthesis. Also stehen auch noch Literaturrecherche und Arbeit am Exposé an.

Tagsüber bauen wir Möbel ab und packen Kartons. Fahren diese in unser neues Zuhause und bauen dort direkt wieder die Möbel auf. Vorerst nur die “Kleineren”. Im wesentlichen Regale. Zusätzlich Kartons mit Akten und Büchern. Da wir uns etwas verkleinert haben muss ein Teil der Bücher auf den Dachboden weichen. Gefühlt herrscht dort eine Lufttemperatur von 50 °C. Wer kam eigentlich auf die Idee im Sommer umzuziehen? Die Abende verbringen wir entweder in der Unibibliothek oder am Schreibtisch. Erholsam ist definitiv was anderes. Aber was tut man nicht alles…

Zum Wochenende hin kommen noch die Planungen und Vorbereitungen für die Feier hinzu. Zwar wollen wir draußen feiern, nur leider spielt das Wetter nicht mehr mit. Während wir am Anfang der Woche noch über das Wetter geflucht haben, wünschen wir uns nun wieder die Wärme und Trockenheit der letzten Tage zurück. Für den Samstag ist Regen und 15 °C vorhergesagt und das im August. Definitiv kein Hochsommer. Also spontan einen Pavillion und Heizstrahler organisieren. Zum Glück kennt immer jemand, der jemanden kennt, der weiß wo man was bekommt und wer einem das Gesuchte leihen kann. Abends haben wir sogar etwas Glück mit dem Wetter. Einem einzigen kurzen Regenschauer mussten wir mit Regenschirmen für die nicht überdachten Plätze konterten. Ansonsten ein toller Abend. Unglaublich was für einen kreativen Freundeskreis wir haben!!! An der Stelle nochmal vielen Dank, dass ihr da wart, für den schönen Abend, eure Glückwünsche und die Geschenke.

Der folgende (leicht verkaterte) Tag erwies sich als unser erster und diesmal einziger richtiger Urlaubstag. Wir wohnen eine dreiviertel Stunde von der Nordsee entfernt und da eine Freundin, die extra aus Stuttgart angereist war, Sehnsucht nach Meer verspürt sind wir bei strahlendem Sonnenschein an die Küste gefahren. Jedesmal, wenn ich dort bin denke ich, dass man viel zu selten diese Möglichkeit nutzt. Ein Paradies vor der Haustür und trotzdem nimmt man sich nicht die Zeit dieses in vollen Zügen zu genießen. Wie auch? Der Alltag hat einen mit all seiner Kraft in ein Hamsterrad gesperrt, welchem zu entfliehen scheinbar eine unserer schwersten Aufgaben zu sein scheint. Diesen Moment, vor den Dünen sitzend, die Sonne auf der Haut,das Rauschen des Meeres im Ohr und Paare, Familien, Kinder & Hunde beobachtend, genieße ich in vollen Zügen. Leider ist er auch viel zu früh vorbei.

Die folgende zweite Woche besteht wieder aus Möbel demontieren, schleppen aufbauen, alles wieder einsortieren, die alte Wohnung streichen (Deckestreichen huhee) und das neue Zuhause auch zum Teil streichen. Zum Glück ist gegen Ende der zweiten Woche auch ein Ende in Sicht. Allerdings leider auch das Ende des Urlaubs. Wie schön wird das, sich ein Jahr darum keine Gedanken mehr machen zu müssen.

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