UND PLÖTZLICH BEGINNT DAS ABENTEUER

Die letzten Tage unseres alten Lebens und plötzlich beginnt das Abenteuer

Unsere letzten Tage auf der Arbeit sind vorüber. Alle Kunden und Aufgaben sind an unsere Nachfolger übergeben und die Schreibtische haben wir leer zurückgelassen. Es ist ein komisches Gefühl. All das, woran man die letzten Jahre gearbeitet hat liegt nun hinter einem. Und mindestens genauso komisch fühlt es sich an, zu wissen, dass die Routine der letzten Jahre nunmehr der Vergangenheit angehört. Der stressige Alltag zwischen Beruf, Studium und fast keiner Freizeit sind überstanden. Wir haben beide unser Studium erfolgreich beendet und stürzen uns aufs Sachen packen und die letzten organisatorischen Vorbereitungen. Plötzlich ziehen die letzten Tage in Deutschland an uns vorbei. Nun kommt der Abschied von Freunden und der Familie und dann geht´s auch schon los.

Das Abenteuer beginnt

Und auf einmal befinden wir uns auf unserem ersten Flug der Weltreise. So gesehen die Stunde Null. Und im selben Moment, in dem wir in den ersten Flieger steigen, fällt auch der Stress, den wir im letzten Jahr, bzw. viel mehr in den letzten Jahren hatten von uns ab.

Speziell die Tage vor dem Flug vergingen unglaublich schnell:

  • Bruder in Hamburg besuchen,
  • Kolloquium der Bachelorthesis bestehen,
  • letzte Besorgungen machen
  • tränenreicher Abschied von Freunden und Familie

und dann war es auch schon soweit.

Tag 1:

Montag, 14.05.2018, Uhr 4.30:

Noch ein letztes Mal im eigenen Bett umdrehen, noch einmal die Decke wieder über den Kopf ziehen und die Snooze-Funktion ihren Dienst leisten lassen. Die Rucksäcke stehen schon im Flur bereit und warteten nur darauf, ins Abenteuer mitgenommen zu werden. Irgendwie konnten wir uns das am Vorabend noch gar nicht vorstellen. Alles erschien so surreal. Man saß nochmal zusammen mit Freunden und hat sich über Gott und die Welt unterhalten. Alles wie immer. Und wenn wir genau drüber nachdenken konnten wir uns weder gestern, noch können wir es uns heute vorstellen, wirklich für ein Jahr auszusteigen. Denn: Wie oft traut man sich aus einem Konjunktiv den Indikativ zu formen und einfach vom Beckenrand in die Welt zu springen? Wahrscheinlich viel zu selten. Umso mehr freuen wir uns und sind gespannt, auf alles, was uns die nächsten 365 Tage erwartet. Für uns geht es zuerst einmal über Helsinki nach Singapur und von dort dann nach Medewi auf Bali. Ein kleines verschlafenes Dorf im Westen der Insel, fernab vom Massentourismus. Drei Tage lang frei nach dem Motto: „eat, surf, sleep – repeat“ und nebenbei die Insel erkunden.

Nachdem wir morgens bereits mit dem Auto nach Amsterdam gestartet sind, kommen wir gegen frühen Nachmittag in Helsinki an. Für uns ist Helsinki nur ein kurzer Abstecher; ein Stopover um uns die Stadt innerhalb von 5 Stunden anzuschauen und bei dem wir die Zeit nicht ungenutzt im Flughafen verstreichen lassen wollen. Wir sind absolut von der Schönheit der Stadt überrascht. Das verschmelzen verschiedener Kulturen macht den Charme der Stadt aus: Russische, schwedische und finnische Elemente sind allgegenwärtig. Insbesondere die Lachssuppe bei einem kleinen Marktstand am Hafen hat es uns angetan und uns das besondere Feeling der Stadt mitgegeben.

Mit dem Nachtflug geht es dann um Mitternacht in Richtung Singapur.

Tag 2: 

Als wir aufwachen befinden wir uns bereits wieder irgendwo über dem Himalaya und kurz vor der Landung. Es eröffnet sich uns ein beeindruckendes Bild mit unzähligen Frachtschiffen, die vor Singapur ankern oder die Straße von Singapur befahren oder aus dieser gerade kommen. Singapur präsentiert sich uns als eine Stadt der Extreme. Zum einen natürlich extrem heiß, extrem groß, mit einem extrem guten Verkehrsnetz und einer extrem schönen Hafenpromenade.

Die Skyline von Singapur

Aber Singapur hat noch mehr zu bieten. Unsere „must-do’s“ Singapur folgen noch. Wir haben leider wieder nur ein paar Stunden Zeit und so können wir, wie schon in Helsinki, lediglich einen ersten Eindruck über die Stadt gewinnen.

Tag 3: 

Nach einer gefühlt sehr kurzen Nacht im Mehrbettzimmer, ging es für uns noch schnell in das indische und in das chinesische Viertel in Singapur und anschließend dann wieder schnell zum Flughafen. Unsere großen Rucksäcke haben wir in der Gepäckabgabe gelassen, um uns das Geschleppe zu sparen. Diese also noch schnell abgeholt und dann rein in den Flieger. Auf nach Bali und endlich irgendwo ankommen. Für die ersten Nächte haben wir uns bereits eine Unterkunft organisiert und über diese auch schon einen Fahrer, welcher uns mit einem kleinen Schild in der letzten Reihe der wartenden Fahrer am Flughafen willkommen heißt.

Bali ist zwar für europäische Verhältnisse eine große Insel, allerdings kann man die Distanzen nicht unbedingt als groß bezeichnen. Dementsprechend war meine Annahme, dass wir vom Flughafen Denpasar bis zur Unterkunft 2,5 Stunden bräuchten. Den Verkehr haben wir allerdings bei dieser Planung absolut unterschätzt und so kamen wir statt 17 Uhr um kurz vor 21 Uhr an und fielen beide todmüde ins Bett. Aber unser Abenteuer hat begonnen.

Unsere erste Unterkunft in Medewi

 

 

 

 

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