Malaysia Rundreise

Malaysia hat einiges zu bieten! Um einen Überblick zu erhalten, wie du Malaysia am besten entdecken kannst, haben wir für dich unsere Reisroute zusammengestellt. Denn auch wir mussten uns erstmal überlegen, wo wir eigentlich hinwollen, was wir überhaupt alles in Malaysia unternehmen können und welches dafür die besten Orte darstellen. Wir waren insgesamt 2 ½ Wochen unterwegs und haben in dieser Zeit viele unterschiedliche Eindrücke gewinnen können! Da wir zuvor von den vielen Traumstrände auf Bali 3 ½ Wochen umgeben waren, ließen wir die Strände außen vor und planten unsere Route um das Dschungelabenteuer herum.

Transport

Schon einmal vorweg: Malaysia lässt sich super mit dem Bus bereisen! Die Busse sind gut ausgestattet mit Klimaanlage und es gibt gute und preiswerte Verbindungen zu den einzelnen Städten. Natürlich wird auch hier, wie in vielen anderen Ländern kulturübergreifend üblich, die Klimaanlage soweit wie möglich aufgedreht. Wir haben uns darauf mit unserem Sarong vorbereitet.

 

Malaysia

Kuala Lumpur

Sehenswürdigkeiten

Neben den Twin Towers, die eines der Highlights der Stadt sind, gibt es noch viele weitere Dinge zu entdecken. Somit sollte man ruhig ein paar Tage einplanen, um Kuala Lumpur auf sich wirken zu lassen. Der Fernsehturm z.B. bietet ebenfalls eine tolle Aussicht auf die Stadt und hat als Highlight eine Plattform mit einem gläsernen Fußboden. Auch die Stadtbezirke können sich sehen lassen mit ihrer unterschiedlichen kulturellen Vielfalt. Auf keinen Fall verpassen solltest du das Street-Food. Wir haben uns einfach an den Ständen vorbei treiben lassen und alles mögliche probiert.

Für weitere Infos zu Kuala Lumpur schaut doch einfach unsere must see an.

Unterkünfte

Ob Hotel, Airbnb oder Coachsurfing, in Kuala Lumpur gibt es unzählige Möglichkeiten, um zu übernachten. Viele Unterkünfte sind mit einem Pool ausgestattet, der einen tollen Ausblick auf die Skyline gewährt. Dafür muss man sogar nicht mal allzu tief in die Tasche greifen. Über Airbnb findet man tolle, preiswerte Apartments und Hotelzimmer je nach Saison ab ca. 30 € pro Nacht.

 

Penang

Moscheen, Tempel, Kirchen, chinesische Geschäftshäuser und Kolonialbauten bestimmen das Stadtbild! Unsere Highlights:

George Town

Die Stadt hat einiges zu bieten! Viele schöne alte Gebäude und Streetart, die überall in der Stadt in den einzelnen Gassen zu sehen sind. Generell bietet George Town ein künstlerisches Flair, von dem du dich am besten zu Fuß inspirieren lässt!

 

Penang Nationalpark

Vollständig lautet der Namen Taman Negara Palau Pinang. Hier befindet sich der kleinste Nationalpark der Welt mit schönen Wanderwegen und Buchten. Am Eingang zeigt dir eine Karte die möglichen Wanderwege mit Zeitangaben. Der Eintritt ist übrigens frei! Du musst dich am Eingang nur mit deinem Namen registrieren und hast dann von 8:00 bis 17:00 Uhr Zeit, den Nationalpark zu erkunden. Ein paar Möglichkeiten haben wir dir hier aufgelistet:

  • Monkey Beach: 1 Stunde 15 Minuten (Hier triffst du auf viele Affen am Strand und kannst zusätzlich im Meer schwimmen. Für den Weg zum Strand gibt es zwei Optionen. Entweder per Wanderweg zu Fuß oder per Boot. Hier kannst du dich entscheiden, ob du eine Tour oder Hin- und Rückfahrt mit dem Boot machen möchtest. Als wir dort waren war der Wanderweg zum Monkey Beach übrigens gesperrt. Vielleicht hast du ja neue Info’s für uns.)
  • Turtle Beach: 1 Stunde 20 Minuten (schöner Strandabschnitt der sich allerdings nicht zum Schwimmen eignet, aufgrund der Strömung. Hier hast du aber die Möglichkeit eine Schildkröten-Aufzucht-Station zu besuchen.)
  • Teluk Kampi: 2 Stunden (deutlich steilerer und einsamerer Wanderweg mit einer schönen Bucht.)

Tipp: Wenn du Glück hast, triffst du auf der Fahrt zu dem Nationalpark auf die süßen Brillenagurs am Straßenrand. Diese Affenart ist auf die malaiische Insel Penang beschränkt, aber leider auch vom Aussterben bedroht.

 

Penang Hill

Mit der Bergbahn, 5 km zu Fuß oder dem Autotransport gelangt man auf den 833 Meter hohen Penang Hill zu einer Aussichtsplattform und schönen Wanderwegen. Auf den Wanderwegen hast du die Möglichkeit u.a. schwarze Eichhörnchen und Brillenagurs zu sehen. Zusätzlich kannst du hier “Monkey Cups” im Monkey Cup Garden begutachten. Je nachdem welche Strecke du wählst, läufst du, um zu dem Garten zu gelangen 2 bis 2,5 Kilometer. Der Eintritt kostet 12 RM pro Person inklusive Führung. In dem Garten befinden sich unterschiedliche Arten der Monkey Cups, auch Nepenthes oder zu deutsch Kannenpflanze, genannt. Bei einer Führung erfährst du alles über diese tropischen, fleischfressenden Pflanzen. Der Name “Monkey Cup” beruft sich z.B. darauf, dass Affen gerne aus dem “Cup” Wasser trinken, welches sich hier ansammelt. Ein Besuch lohnt sich unserer Meinung nach auf jeden Fall.

 

Kek Lok Si Tempel

Einer der größten buddhistischen Tempel in Südostasien. Die Anlage ist durch ihre Lage schon von weitem sichtbar. Oben angekommen hast du eine tolle Sicht auf die Buddha Statue, die schön angelegte Tempelanlage und natürlich auf die Stadt. Der Eintritt ist kostenlos.

 

Ipoh

Ipohs Altstadt bietet eine schöne Kulisse zwischen alten Kolonialgebäuden, unterschiedlichen kulturellen Einflüssen und Streetart. Ähnlich wie Georgetown ist man auch hier von dem Charme umgeben, den die Stadt versprüht. Zusätzlich ist Ipoh von Bergen eingerahmt und bietet dadurch eine wunderschöne Kulisse. Übrigens sind in diesen auch unzählige Höhlentempel versteckt.

Für die Streetfood-Liebhaber unter euch, ist die Stadt genau das Richtige! Ob chinesisch, indisch oder malaiisch. Bekannt ist Ipoh, nach Aussage der Einheimischen, auch für seinen guten Kaffee. (Sehr süß, aber auch sehr lecker!) Überzeug dich einfach selbst!

Die Gastfreundschaft hier ist auch nicht unerwähnt zu lassen! Wir haben uns per Airbnb eine Unterkunft in der Nähe der Stadt gesucht. Es stellte sich jedoch heraus, dass wir zwar ein schönes, sauberes und preiswertes Zimmer hatten, aber die Unterkunft auch recht außerhalb lag. Zu Fuß wäre der Weg in die Stadt zu lang gewesen und Roller wurden in der Gegend nicht vermietet. Unsere Gastgeberin stellte sich kurzerhand als “Touriführerin” bereit und fuhr uns die kompletten zwei Tage unseres Aufenthaltes zu allen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Zudem führte sie uns in die malaiische und chinesische Küche ein. Wir sind immer noch total beeindruckt von dieser Gastfreundlichkeit!

 

Cameron Highlands

Diese Umgebung bietet einen Einblick in Malaysias Teeplantagen. Weit und breit nur Teepflanzen, die ein unglaublich tolles Bild in einer Hügellandschaft abgeben. Hier solltest du unbedingt bei einer Teeplantage halt machen, um einen leckeren Tee zu probieren! Du kannst hier unterschiedliche Tagestouren buchen oder dir selbst z.B. einen Roller mieten, um die Bergkette zu erkunden. Auch hier gibt es übrigens einen schönen Wasserfall, der Robinson Wasserfall. Diesen erreichst du, indem du einem kleinen Wanderpfad folgst (ca. 10 bis 15 Minuten zu Fuß je nach Startpunkt; du erreichst den Wasserfall sowohl von Tanha Ratta, wie auch von der Seite der BOC Teeplantage).

Im Gegensatz zu Malaysias Hitze, ist es hier übrigens recht frisch (wir benötigten unsere Pullover)! Die Highlands liegen in einer Höhe von 1.500 Metern und bieten dadurch ein ganz anderes Klima. Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad sorgen dafür, dass sich die Cameron Highlands als ideales Anbaugebiet eignen. Hier wachsen in unzähligen Gewächshäusern Erdbeeren, Spargel und Rosen. Am berühmtesten ist das Gebiet jedoch seit dem 19. Jahrhundert für seinen Anbau von Tee.

 

Taman Negara Nationalpark

Um zum Nationalpark zu gelangen, sind wir 2,5 Stunden mit dem Boot den Fluss Sungai Tembeling entlang zu dem kleinen Ort Kuala Tahan gefahren. Allein die Bootstour auf dem ruhigen Fluss mit einer frischen Brise Wind ist ein absolutes Highlight. Das kleine Dorf liegt direkt am Eingang zum Taman Negara Nationalpark. Hier gibt es ein paar schwimmende Restaurants auf dem Wasser und verschiedene kleine Unterkünfte (z.B. Tebing Guest House für 32€ pro Nacht). Zusätzlich gibt es ein größeres Resort auf der gegenüberliegenden Flussseite.

Im Nationalpark werden dir unterschiedliche Aktivitäten geboten. Es gibt Bootsfahrten, Wanderungen, Höhlenbesichtigungen, Rafting-Touren und Nachtwanderungen. Zudem kannst du auch zwischen unterschiedlich langen bzw. kurzen Wanderwegen (2 bis 10 km) wählen und diese auf eigene Faust erkunden.

Da wir nur einen Tag vor Ort eingeplant hatten, ging es für uns mit dem Boot und zu Fuß durch den Dschungel. Um etwas Geld zu sparen, teilten wir uns das Boot mit einem anderen Pärchen. Für die Hinfahrt zu unserem ausgewählten Wanderweg zahlten wir 90 MYR + 7 MYR insgesamt für den Eintritt in den Nationalpark. Von hier aus liefen wir dann 8,5 km durch den Dschungel. Der Weg war gut ausgeschildert und trotz ein paar umgerissen Bäumen (Hinterlassenschaften der hier lebenden und durchquerenden Elefanten) dennoch gut zu durchqueren. Außer Insekten und Vögeln sind uns keine weiteren Tiere über den Weg gelaufen. Der Wanderweg mitten im Regenwald, umgeben von der Geräuschkulisse des Urwaldes, ist eine tolle Erfahrung und jedem bei einer Reise durch Malaysia zu empfehlen.

Achtung: Hier gibt es viele, wirklich seeehr viele Blutegel, die dich anspringen! Tipp: Nobite an die Schuhe sprühen, hat zumindest unserer subjektiven Meinung geholfen, die kleinen Viecher abzuwehren (Ein bisschen Placebo-Effekt hat noch nie geschadet). Aber trotzdem immer auf der Hut sein und am besten Wandersocken anziehen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Blutegel durch diese nicht sooo gut durchdringen konnten und wir somit zum Glück keine an unserer Haut hatten.

 

Borneo

Kuching

Auf der malaysischen Ostseite liegt die Hauptstadt Kuching. Überall in der Stadt sind Statuen von Katzen zu sehen, was einen Sinn ergibt, wenn man über die Namensbedeutung nachdenkt. Denn Kuching ist das malaiische Wort für Katze. Wir haben aber dennoch nicht übermäßig viele Katzen gesichtet ;-)!

Hier lohnt sich ein Rundgang durch die Stadt! Neben Chinatown und little India bietet die Waterfront eine tolle Möglichkeit für einen Spaziergang. Die Hauptstadt stellt zudem einen idealen Ausgangspunkt dar, um zum Semenggoh Wildlife Center oder zum Bako Nationalpark zu gelangen.

Aber: Bei einer Busfahrt durch die Region, bzw. generell durch Malaysia, wird einem bewusst, wie viele große Regenwaldflächen für Ölplantagen weichen müssen! Achte mal bei deinem nächsten Einkauf einfach mal drauf, wo sich Palmöl überall drin versteckt.

 

Semenggoh Wildlife Center

In dem Orang-Utans Rehabilitationszentrum kannst du mit ein wenig Glück auf frei lebende Orang-Utans in ihrer natürlichen Umgebung treffen. Das Semenggoh Wildlife Center ist dabei nicht ausschließlich ein Rehabilitationszentrum, sondern hat sich zu einem Schutzzentrum für die halbwilden Orang-Utans entwickelt. Zwischen 9 und 10 Uhr und 15 und 16 Uhr wird an bestimmten Futterstellen, Futter verteilt, welches sich die Orang-Utans holen, wenn sie im Dschungel nicht genug finden. In der Fruchtzeit und damit in der Regenzeit auf Borneo gibt es meist genug Nahrung im Regenwald und daher sind in dieser Zeit eher selten Orang-Utans zu beobachten. Vom Eingang des Wildlife Centers bis zu der Futterstelle sind es ca. 15 Minuten zu Fuß.

Wir waren in der Fruchtzeit da und wurden am Eingang mit dem Schild begrüßt, dass zu diesem Zeitpunkt eher selten Orang-Utans gesichtet werden. Aber nichtsdestotrotz ließen sich an dem Tag gleich zwei Orang-Utans blicken!

Eintrittspreis: 10 MYR pro Person.

Anreise: Von Kuching könnt ihr einen Busshuttle nutzen K6 (hierzu haben wir leider keine Informationen, da wir den Bus erst gesehen haben, als wir wieder zurückfuhren) oder ihr fahrt z.B. mit einem Grab-Taxi (pro Fahrt 10 MYR). Das Wildlife Center ist ca. 20 km von Kuching entfernt.

 

Bako Nationalpark

Ebenfalls nicht weit von Kuching entfernt liegt der Bako Nationalpark, welcher bekannt ist für die dort lebenden Nasenaffen. Entlang der Küste befinden sich Mangrovenwälder und im Hinterland befindet sich der Urwald mit vielen exotischen Tieren und unterschiedlicher Vegetation.

Hier gibt es tolle Wanderwege durch den 27 kmgroßen Nationalpark. Die Wanderpfade sind jeweils gut ausgeschildert und mit Farbcodes versehen, sodass du dich hier gut zurecht finden kannst. Zeitlich benötigst du zwischen 30 Minuten und 3,5 Stunden, je nachdem für welchen Weg du dich entscheidest.

Eintrittspreis: 20 MYR pro Person und für das Boot, welches dich zum Eingang des Nationalparks bringt 40 MYR pro Person,  Hin- und Rückfahrt.

Anreise: Von Kuching fährt stündlich ein öffentlicher Bus der Linie 1 bis zum Bako-Dorf. Die Haltestelle befindet sich gegenüber vom Riverside Majestic Hotel.

 

Lasst gerne einen Kommentar da, wenn ihr weitere Tipps oder Anregungen habt!

 

 

 

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